Das Fach Erdkunde

Was ist Geographie?

Im Geographieunterricht erfährst du, wie Menschen bei uns und in anderen Regionen der Welt leben, wie sie arbeiten, wohnen, sich versorgen und ihre Freizeit verbringen. Untersucht wird auch, wie Menschen und Naturkräfte die Erde verändern.

Gefragt wird auch, warum die Naturbedingungen weltweit so unterschiedlich sind: Warum ist es nicht überall auf der Erde gleich warm? Wie und warum entstehen Gebirge? Was muss getan werden, um das Leben für alle Menschen auf der Erde zu verbessern?

Diesen und vielen weiteren Fragen über die Umwelt, Geographen sagen den Raum, widmet sich die Geographie. Geographen sind Experten für den Raum und seine Veränderungen durch den Menschen. Das Fach Erdkunde hilft, die Welt zu verstehen!

Geographie an der Heinzenwies

Der Geographieunterricht am Gymnasium an der Heinzenwies findet in den Jahrgangsstufen 5, 6, 7, 8 und 10 sowie in der Oberstufe (Grund- und Leistungskurse) statt.

Grundlage für die Themenauswahl und Raumbeispiele des Unterrichts bilden die Lehrpläne des Landes Rheinland-Pfalz, welche mit dem eingeführten Lehrbuch (Klasse 5-10, GK: SEYDLITZ Geographie, LK: TERRA Oberstufe) und dem DIERCKE Weltatlas sowie ergänzenden Lehrmaterialien unseres Fachbereichs bearbeitet werden.

Erdkunde-LKs auf Exkursion im Nationalpark Hunsrück-Hochwald

„Natur Natur sein lassen“, unter diesem Motto steht die Arbeit rund um den Nationalpark Hunsrück-Hochwald, den die Schüler der Erdkundeleistungskurse der MSS12 im Rahmen einer Exkursion erkundeten. Ziel der Exkursion war es, das Ökosystem Nationalpark besser kennen zu lernen, sowie den Kerngedanken des Projekts zu verinnerlichen und Vor- und Nachteile eines Nationalparks im Hunsrück abzuwägen.

Nachdem man am 23.09.2016 gut gelaunt in Richtung Börfink im Nationalpark aufbrach, wurde ein erster Zwischenstopp beim Nationalparkamt in Birkenfeld eingelegt.

Hier wartete auf die Schüler ein interessanter und facettenreicher Vortrag von Herrn Sturm, welcher über allgemeine Infos zum Projekt sowie Chancen für die Region, die durch den Park entstehen, berichtete.

Sobald die darauffolgende Fragerunde ein Ende fand, ging es aufgeteilt auf drei Busse in das Herz das Nationalparks. Die Schüler schlugen ihre Zelte am sogenannten „Fuchsbau“ auf, diese ehemalige Jagdhütte sollte als Übernachtungsmöglichkeit dienen. Direkt im Anschluss brach die Gruppe zu einer von Förster Zimmermann geleiteten Führung auf, in welcher dieser über verschiedene heimische Hölzer als auch über im Nationalpark beheimatete Tierarten berichtete.

Gegen Ende eines umfangreichen Beitrags schloss sich eine Diskussionsrunde mit der Thematik „Wirtschaftswald versus Nationalpark“ an, ehe die Schüler sich auf den Rückweg machten. Angelangt am Fuchsbau wurde in gemütlicher Runde ein vegetarisches Abendessen von „Waldtischlein-deck-dich“ sowie Gegrilltes zu sich genommen, ehe der Abend gemeinsam am Lagerfeuer ausklang.

Am nächsten Morgen wartete auf die Gruppe ein umfangreiches Frühstück, welches ebenfalls von „Waldtischlein-deck-dich“ gestellt wurde, bevor sich ein spannender Vortrag von Frau Dr. Kaus-Thiel zum Thema Interessenkonflikte im Nationalpark anschloss.

Daraufhin brach man in Richtung Morscheid auf, wo sich Patrick Pandel von Pro Hochwald- & Hunsrückbahn e.V. mit den Schülern zum Hoxeler Eisenbahnviadukt aufmachte. Dort angelangt referierte er über ein alternatives Mobilitätskonzept

für die IG Hochwaldbahn, wobei die Reaktivierung der gesamten Bahnstrecke als auch eine Anbindung an touristische Attraktionen im Vordergrund standen.

Nachdem sich auch die darauffolgende Gesprächsrunde dem Ende zuneigte, ging es zurück in Richtung Heinzenwies.

Alles in allem kann man von einer sowohl gelungenen als auch informativen Exkursion sprechen und einen Besuch des Nationalparks Hunsrück-Hochwald nur wärmstens empfehlen.

von Lukas „Heidi“ Heidrich und Moritz Lorenz, MSS 12

 

Drei Tage Abenteuer -

Erdkunde Leistungskurs des Heinzenwies-Gymnasiums erkundet die Vielseitigkeit des Nationalparks Hunsrück-Hochwald

 

Am Donnerstag, den 22.06.2017 startete für den Erdkunde-Leistungskurs der Jahrgangsstufe 11 des Gymnasiums an der Heinzenwies eine spannende und erkenntnisreiche Exkursion durch die Region des Nationalparks.

Für die Planung und Durchführung des überaus vielseitigen und umfangreichen Programms zeichneten der Kursleiter Herr Carsten Thiel und seine Frau Dr. Andrea Kaus-Thiel, Forschungskoordinatorin im Nationalparkamt, verantwortlich.

Zum Auftakt konnte trotz eines durchziehenden Hitzegewitters der zur Juchem Gruppe gehörende Steinbruch im Fischbachtal exakter unter die Lupe genommen werden. Herr Christian Wild ermöglichte dem Kurs einen exklusiven und mehrdimensionalen Einblick in die geologischen Zusammenhänge, den aktiven Abbau sowie die Ver- und Bearbeitung des gewonnenen Gesteins als Rohmaterial. Zudem wurden auch die Aspekte der Raumordnungs- und Genehmigungsverfahren sowie unterschiedliche Interessenkonflikte im Rahmen von Renaturierungsmaßnahmen im imposanten Steinbruchgelände diskutiert.

Anschließend griff Herr Thiel an verschiedenen Stationen der Umgebung nochmals die geologischen Strukturen des Exkursionsraumes auf und leitete über zum historischen Abbau und der wirtschaftlichen Nutzung der Schiefervorkommen sowie der generellen regionalen Entwicklung des Bergbaus und der Verhüttungstechniken.

Nach einem längeren Karten gestützten Exkurs über die Kulturlandschaftsgenese der Naheregion und des Hunsrücks machte die Gruppe sich am Abend zur Schule ins „Grüne Klassenzimmer“ auf, wo auf dem Beachplatz noch gegrillt wurde. Gut gestärkt fiel die Truppe dann auf die Matten in der Sporthalle, die als erste Herberge fungierte.

Der Freitag stand dann unter dem Motto „Nationalpark pur“. Bereits am frühen Morgen besiedelten die Heinzenwiesler den neuen Rangerstützpunkt am „Bunker Erwin“ bei Börfink mitten im NLP. Den Auftakt bildete der anschauliche Vortrag von Herrn Rainer-Maria Kreten über den Einsatz Computer gestützter Geoinformationssysteme (GIS) in der allgemeinen Kartographie und speziell im Nationalpark.

Anschließend schlug Frau Dr. Kaus-Thiel in einem ausführlichen und sehr kurzweiligen Vortrag den Bogen von der Definition, Entstehung und Bedeutung des NLP Hunsrück-Hochwald über sozioökonomische Untersuchungen bis zu aktuellen Planungs- und Forschungsprojekten. Im Mittelpunkt stand vornehmlich die Verdeutlichung zahlreicher Interessenkonflikte bezüglich der Planung und Entwicklung des NLP, die es ausgewogen zu koordinieren gilt. An exemplarischen Beispielen wurden demnach Themenbereiche konkurrierender Nutzungsansprüche angesprochen, so z.B. Artenschutz versus Prozessschutz, touristische Erschließung und Mobilität versus „Wildnis“ oder die Aufgabe, den Nutzungsgewohnheiten der einheimischen Bevölkerung Rechnung zu tragen.

Nach diesem informativen aber auch anstrengenden Vormittag am Rangerstützpunkt brach die Gruppe zum „Fuchsbau“ auf, einer Jagdhütte mitten im Herzen des NLP. Gespannt erwarteten die Exkursionsteilnehmer die Ankunft, sollte dieser Standort doch unter anderem als zweites Nachtlager dienen. Nach der Ankunft hieß es erst einmal: Picknick zur Stärkung, denn der Tag hielt noch einiges für die Gruppe bereit.

Beim etwas chaotischen Aufbau der Zelte am „Fuchsbau“ auf der Spitze des Sandkopfes in 720 Metern Meereshöhe kam auch der Spaß nicht zu kurz.

Nach diesem kurzen, erholsamen Aufenthalt ging es für die bereits erschöpften jungen „Forscher“ gemeinsam mit Frau Dr. Kaus-Thiel und Herrn Thiel auf einen ausgedehnten „Information-Walk“ durch einen Teil des Nationalparks. QUERFELDEIN!

Geführt wurde die Gruppe von Herrn Zimmermann, Förster und Fachmann für die Bereiche der ökologischen und ökonomischen Waldnutzung. Uns wurde schnell deutlich, dass Herr Zimmermann sein ehemaliges Revier wie aus der Westentasche kennt, und dass die Orientierung der Waldbewirtschaftung in diesem Bereich des Nationalparks bereits seit einigen Jahrzehnten den Grundgedanken der Nachhaltigkeit und Biodiversität verfolgte.

Unsere zweite Begleitung in der entstehenden neuen „Wildnis“ war Herr Dr. Segatz, zuständig für die ökologische Waldentwicklung bei Landesforsten Rheinland-Pfalz. Im ersten Teil der Führung erläuterte Herr Zimmermann zahlreiche Aspekte zur Historie des Waldbestandes unserer Region, zu den im NLP heimischen Tierarten und den vielfältigen Möglichkeiten des Monitoring (Bestandsanalyse und Überwachung). Die unschätzbare Erfahrung unserer drei Begleitpersonen äußerte sich an zahlreichen Stationen, die stets neue Facetten der Waldökologie, des Wildtierbestandes und des zukünftigen Managements im NLP beinhalteten.

Im zweiten Teil durften die Schüler selbst aktiv werden und ihre Muskelkraft unter Beweis stellen, denn unter der Leitung von Herrn Dr. Segatz analysierten sie die Bodenart und den Bodentyp unter anderem auch mittels Korngrößen- und pH-Wert Bestimmung. Außerdem entnahmen sie an zwei verschiedenen Aufschlüssen Bohrproben. Bereits die unterschiedliche Kraftanstrengung beim Hereinschlagen und Herausziehen des Bohrstockes ließen Rückschlüsse auf die Verschiedenheit der Bodentypen zu. So gelang es zwei Exkursionsteilnehmerinnen z.B. nicht alleine, den Bohrstock aus einem feuchteren, bereits vergleyten und verlehmten Standort herauszuziehen. Durch die äußerst anschauliche Moderation von Herrn Dr. Segatz konnte auch an diesem Standort das im Unterricht behandelte Wissen in die praktische Anwendung überführt werden.

Erschöpft, aber mit vielen neuen Erkenntnissen bepackt kamen die Teilnehmer der exklusiven Nationalparktour am frühen Abend am Zeltlager der Exkursionsgruppe am Fuchsbau an.

Der Abend klang dann sehr gemütlich bei einem großen Lagerfeuer mit mitgebrachtem Grillgut und leckerem Essen des „Waldtischleindeckdich“ aus. Noch lange hallten nicht nur Fachgespräche der Lehrkräfte und Forstfachleute durch den dunklen Wald.

 

Der letzte Programmpunkt am Samstagvormittag befasste sich mit der Möglichkeit einer Reaktivierung der alten Hunsrückbahn vor dem Hintergrund eines angestrebten Mobilitätskonzepts für die NLP-Region. Herr Patrick Pandel, 2. Vorsitzender der IG Nationalparkbahn und Eisenbahner mit Herz und Hand, verdeutlichte eindrucksvoll die Geschichte der Hunsrückbahn und die Vorschläge einer Integration eines Streckenabschnittes in das Mobilitätskonzept. Nach dem Höhepunkt des Tages, der Begehung des imposanten Hoxeler Viadukts, machte sich der Heinzenwies-Express mit zwei Transporterfahrzeugen auf zur Schule, die am frühen Samstagnachmittag den Endpunkt einer vielschichtigen, erlebnis- und lehrreichen Exkursion bildete.

weitere Bilder der Exkursion

Außergewöhnlicher Besuch auf dem 5. Rheinland-Pfälzischen Schulgeographentag

 

Freitagmorgen, 06.30 Uhr, Bahnhof Oberstein. Der Erdkunde Leistungskurs MSS 12 des Gymnasiums an der Heinzenwies bricht zu einer eher außergewöhnlichen „Exkursion“ auf. Ziel ist das Gymnasium zu St. Katharinen in Oppenheim am Rhein, findet hier doch der 5. Rheinland-Pfälzische Schulgeographentag statt, für den sich die zwölf Schülerinnen und Schüler mit ihrem Lehrer Carsten Thiel ausnahmsweise anmelden durften. Es sollte ein ereignis- und lehrreicher, aber auch sehr langer Tag werden.

Nach einer anfänglichen Skepsis gegenüber der geballten Wissenschaft und vielen namhaften Geographen und Geowissenschaftlern zeigten sich die Oberstufenschüler, nicht zuletzt aufgrund der netten und lockeren Atmosphäre, äußerst interessiert und beteiligten sich in Form von aktiver Mitarbeit und eigenen Initiativen. 

 „Erdkunde – globale Fragen im Fokus“ stand in diesem Jahr auf der Agenda des Schulgeographentages. Neben interessanten Vorträgen zu aktuellen Forschungsergebnissen nahmen die Heinzenwiesler auch an mehreren Fachsitzungen teil, die allesamt auf großes Interesse stießen. Besonders beeindruckt zeigten sich die Oberstufenschüler vom Vortrag von Prof. Dr. Marco Bohnhoff vom Deutschen Geoforschungszentrum Potsdam über den momentanen Forschungsstand bezüglich eines aktuell hohen Erdbebenrisikos für Istanbul. Aber auch Vorträge über die „Fluchtursachen am Horn von Afrika“ des Leiters der Fridtjof-Nansen-Akademie Ingelheim, Dr. Florian Pfeil, die globale Thematik des Welthandels, dargeboten von Timo Steinert (Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk Rheinland Pfalz), die „aktuelle Entwicklung von Permafrostböden“ (Dr. Kurt Emde) oder die Fachsitzung zur „geographischen Relevanz des globalen Terrorismus“ (Prof. Dr. Volker Wilhelmi, beide Johannes Gutenberg-Universität Mainz) stießen auf großes Interesse.

Ein kleines „Heimspiel“ hatte die Gruppe aus Idar-Oberstein dann beim Praxisbaustein „Den Stein ins Rollen bringen – Bildung für nachhaltige Entwicklung im Nationalpark Hunsrück-Hochwald“ von Sebastian Schacht (Nationalparkamt Birkenfeld), hatte man doch im letzten Schuljahr noch eine dreitägige Exkursion im Nationalpark absolviert.

Den krönenden Abschluss bildete dann die abendliche Untergrundführung durch die Oppenheimer Altstadt, die ein beeindruckendes Geflecht unterirdischer Gänge über eine Strecke von etwa 40 km auf mehreren Stockwerken vereint.

Nach einem abendlichen Pizzeriabesuch mit gemeinsamen Reflexionen des Tages erreichte die Gruppe um kurz nach 23.00 Uhr den Obersteiner Bahnhof. Ein lehrreicher und anstrengender Tag neigte sich dem Ende.

Besonderer Dank gilt dem 1. Vorsitzenden des Landesverbands Rheinland Pfalz im Verband deutscher Schulgeographen, Herrn Markus Perabo,  und dem Vorstandsmitglied Herrn Christian Grosscurth, ohne deren Engagement eine derartige Ausnahmeregelung für die Heinzenwies-Schüler nicht möglich gewesen wäre.

Kollegium des Faches Erdkunde

  • Herr Oliver Egli
  • Herr Christian H. Grosscurth
  • Frau Jutta Kreuscher
  • Herr Willi Kujat
  • Frau Daniela Lügge
  • Herr Carsten Thiel
  • Herr Daniel Martin Kettenhofen