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FINALE – oho!!!- 9a gewinnt bei Literaturquiz

Die Klasse 9a hat am Montag, dem 24. Juni 2019, 500 Euro für die Klassenkasse gewonnen – und zwar mit LESEN!

Aber von vorn: Die 9a hat im Rahmen des Deutschunterrichts an der Leseaktion „Mit Leselust auf Klassenfahrt“ des LiteraturBüros Mainz teilgenommen. Von insgesamt sechs vorgeschlagenen Büchern entschied sich die Klasse für den dystopischen Roman „Die Gescannten“ von Robert M. Sonntag. Die Handlung spielt im Jahr 2048 in einer großen Stadt, die in drei Zonen eingeteilt ist: die A-Zone für die Reichen, die B-Zone für die „Normalen“ und die C-Zone für die Armen, Alten und Kranken. Die Technologie ist so weit fortgeschritten, dass sich die Menschen kaum noch aus dem voll automatischen Haus bewegen müssen, da alles über die Gedanken gesteuert wird. Dazu haben die Bewohner einen Portanschluss im Nacken, um dort den sogenannten Denker einzuführen, der laut der Firma Ultranetz „Absolute Realität, absolute Kommunikation, absolute Intelligenz“ verspricht. Mit dem Denker können die Menschen die Realität visualisieren, die sie wollen, z.B. einen Frosch mit Krawatte als persönlichen Wettervorhersager oder eine Prüfung mit einem Klassenkameraden im eigenen Zimmer. Fast alle alltäglichen Vorgänge funktionieren in der Stadt virtuell. Ultranetz ist dabei nicht nur die Firma, die den Denker erfunden hat, sondern kontrolliert über ihre Technologie quasi die ganze Stadt und ihre Bewohner. Gegen dieses System agiert die Gilde, die außerhalb der Stadtgrenze ihre Basis hat und ihre Mitglieder aus den Bewohnern der landwirtschaftlichen Siedlungen rekrutiert, die die Stadt umgeben. Diese Gilde schickt den 15-jährigen Jaro in die Stadt, um mit einer Person, der ebenfalls 15-jährigen Nana, Kontakt aufzunehmen. Letztendliches Ziel ist die Zerstörung von Ultranetz. Das Buch kam bei uns nur mäßig an. Viele waren von der Grundidee des Romans sehr angetan, aber die sprachliche und inhaltliche Umsetzung wurde als eher dürftig empfunden.

Zu diesem Buch mussten wir als Anmeldung einen Fragebogen einschicken, in dem inhaltliche Fragen zum Text gestellt wurden. Aus allen Einsendungen, wohl insgesamt 67 Schulen aus ganz Rheinland-Pfalz, wurden fünf Finalteilnehmer ausgelost. Unter anderem auch die Klasse 9a.

Also fuhren wir am Montag mit dem Zug nach Mainz zum Frankfurter Hof, wo im großen Saal das Finale stattfand. Das Literaturquiz war wie die Sendung „Wer wird Millionär?“ konzipiert. Insgesamt mussten 15 Fragen beantwortet werden, an deren Ende der Hauptgewinn lockte. Auf dem Podium haben uns an dieser Stelle Jakob Klein und Marie-Claire Schäfer ganz souverän vertreten und auch auf viele zum Teile sehr detaillierte Fragen die richtige Antwort aus den vier vorgegebenen Möglichkeiten ausgewählt. Wie in der Originalsendung hatten auch wir drei Joker, die wir einsetzen konnten: den Klassenjoker, bei dem sich die Klasse beraten konnte, um dann über unseren Sprecher Niklas Leyendecker die kollektive Antwort zu verkünden, einen 50:50 Joker, bei dem zwei falsche Antworten gestrichen wurden und einen Telefonjoker, bei dem ein weiterer Spezialist der Klasse einzeln befragt werden konnte. Bei uns übernahm Anne Munsteiner diesen Posten. Am Ende hatten wir zwar keine Joker mehr, aber die hätten wir eh nicht mit nach Hause nehmen können. Stattdessen freuen wir uns über 500 Euro für unsere Klassenkasse. Jetzt müssen wir uns nur noch einigen, wofür wir das Geld verwenden.

Alles in allem war es ein toller Tag in Mainz, was nicht zuletzt auch an der großartigen Organisation des LiteraturBüros lag. Hier hat sich Herr Ingo Rüdiger bereits im Vorhinein hingebungsvoll um uns gekümmert und alle unsere Fragen beantwortet. Vielen Dank dafür!

Schlussendlich haben wir gelernt, dass Lesen doch was bringt. Wer hätte das gedacht?

(Jessica Friesen)