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Aktuelles - Details

15. Kammermusikabend am Gymnasium an der Heinzenwies mit alten Gesichtern und vielen Newcomern

Während draußen noch ungewöhnlich hohe Sommertemperaturen herrschten, eröffnete in der Aula des Gymnasiums an der Heinzenwies Wadim Birt aus der Klasse 6d mit „He’s a pirate“, der Filmmusik aus „Pirates oft he Carribean“ von Hans Zimmer und Klaus Badelt, den traditionellen Kammermusikabend. Anschließend konnten die beiden Moderatorinnen des Abends, Chiara Lindemann und Anna Bertolino, eins der vielen Debüts an diesem Abend ankündigen:  Zum ersten Mal trat Paul Rink aus der Klasse 9c beim Kammermusikabend auf und präsentierte die Komposition „Van Gogh“ des Pianisten Virginio Aiello, die die stillen und einsamen Spaziergänge des jungen van Gogh darstellen will. Es folgte eine weitere Premiere: Fabian Mikscha aus der MSS 11, ebenfalls zum ersten Mal dabei, spielte  den Song „Walzer“ der Indie-Pop-Band „Provinz“, der von einer großen Liebe handelt. Jazzig wurde es mit dem Stück „Noir“ von Anoufi. Hinter dem Künstlernamen verbirgt sich die Pianistin Sofja Anufrijonok, die über Plattformen wie TicToc und SoundCloud international bekannt wurde. Sarah Conradt aus der Klasse 10b hatte sich das Stück für den Abend ausgesucht. Es folgte der erste Gesangsauftritt des Abends: Ruth Specht, schon oft am Kammermusikabend zu hören, sang die ruhige, gefühlvolle Ballade „Love Song“ in der Cover-Version von Adele. Dann folgte eine Überraschung:  Mozarts „Rondo alla Turca“ erklang. Allerdings spielte Aida Mammadli aus der Klasse 8b das Stück als modernes Jazzstück, komponiert von dem türkischen Pianisten Fazil Say. Das pianistisch anspruchsvolle Stück meisterte die Schülerin bravurös. Auch das folgende Stück war eine Bearbeitung bekannter musikalischer Vorlagen. Händels Passacaglia wurde von Johann Halvorsen mehrfach weiterbearbeitet. Amélie Weiß aus der Klasse 8c stellte die Bearbeitung vor. Auch die Darbietung des Stücks „River flows in you“ des südkoreanischen Komponisten Yiruma durch Juna Gorges aus der Klasse 10a kam verträumt daher. Voller Emotionen präsentierte Elena Turcan den zweiten Gesangsbeitrag des Abends: „Never enough“ aus dem Musical-Film „The greatest Showman“ aus dem Jahre 2027, der sehr frei die Lebensgeschichte des Show- und Zirkuspioniers P. T. Barnum erzählt. Im Anschluss war Leah Petsch aus der Klasse 9a mit der beliebten Titelmusik aus dem französischen Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“ von Yann Tiersen zu hören. Dann wurde es klassisch: Das anspruchsvolle Klavierstück „Nocturne opus 20 in cis-Moll“ von Frédéric Chopin aus dem Jahre 1830 hatte Alika Leipi aus der MSS 12 einstudiert. Danach konnte Moderatorin Anna Bertolino ihre Moderationspartnerin ansagen: Das Gesangsduett Chiara Lindemann und Nina Gerstenschläger (beide MSS 13) sang den Titel „I know him well“ aus dem Musical „Chess“ von 1984. Begleitet wurde das Duo von Musiklehrerin Anne Kröninger am Flügel. Zum Abschluss des Abends stand noch einmal der große schwarze Schulflügel im Mittelpunkt: Lilith Gutendorf, die schon viele Kammermusikabende mitbestritten hat, schloss den Abend mit der hochkarätigen Darbietung der Sonate Nr. 1 in f-Moll von Ludwig van Beethoven. Die Sonate hat Beethoven, damals erst 25 Jahre alt, seinem Lehrer Joseph Haydn gewidmet. Zu dem Gelingen des Abends trugen wie immer auch viele helfende Hände im Hintergrund bei, so die Technik-AG um Sven Kehrein und die MSS 11, die unter Anleitung von Charlotte Engel die Bewirtung der Gäste übernahm. Organisatorin Ursula Koch-Czepluch dankte hochzufrieden allen Mitwirkenden und stellte fest, wie positiv sich doch viele der jungen Talente entwickelt hätten.

(Francesca Schmidt)