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Der Winter kann kommen: Heinzenwies-Bienen gehen in ihre erste Winterruhe

Die von den Lehrern Oliver Ast und Florian Meigen geleitete Bienen-AG am Heinzenwies-Gymnasium hat die Arbeiten an den beiden Völkern für dieses Jahr abgeschlossen und die Tiere in ihre wohlverdiente Winterruhe entlassen. Wobei „ruhen“ eigentlich die falsche Vokabel ist, denn in der sogenannten Wintertraube bleiben bis zu 20.000 Bienen eng aneinander gekuschelt ständig in Bewegung, um die Wärmeverluste in der kalten Jahreszeit möglichst klein zu halten.

In ihrer letzten Sitzung „am Stock“ kontrollierten die Schüler noch einmal die Erfolge der Varroamilbenbehandlung mit Ameisensäure. Christopher Hiebel, der betreuende Imker, stellte dem Zustand des Hauptvolkes und seinem kleineren Ableger ein gutes Zeugnis aus: „Die Milben sind weitgehend abgetötet und richten daher über den Winter hoffentlich keinen großen Schaden an, da bin ich positiv gestimmt. Etwas Acht geben müssen wir auf Spitzmäuse, deren Spuren wir am und im Stock gefunden haben.“ Aber auch dafür hat der erfahrene Imker eine passende Lösung parat: Ein Gitter am Einflugloch soll den Mäusen den Zugang verwehren, den Bienen jedoch weiterhin gestatten. Komplett abgeschlossen sind die Pflegearbeiten am Stock allerdings erst zum Jahreswechsel, wenn Oxalsäure nah an die Wintertraube eingebracht wird und dafür sorgen soll, den eventuell noch vorhandenen Restmilbenbestand zu vernichten.

Neben dem prozessorientierten steht in der Arbeitsgemeinschaft auch das produktorientierte Arbeiten im Mittelpunkt. Am Tag der offenen Tür im Rahmen der Projektwoche verkaufte die AG daher ihren ersten selbstgeernteten und abgefüllten Honig. Innerhalb einer Stunde gingen 25 Kilogramm des Naturprodukts über die Theke; ersten Rückmeldungen zufolge von hervorragendem Geschmack. Eine weitere Aktion ist nun für Dezember geplant, wenn die Bienen-Gruppe passend zur Jahreszeit am Weihnachtskonzert Kerzen unter die Heinzenwies-Gemeinschaft bringen möchte.

Perspektivisch hat sich die AG auch für 2020 einiges vorgenommen; zwei weitere Völker sollen im Frühjahr im Schulgarten angesiedelt werden, um den Kindern zunehmend mehr eigenständige Arbeitszeit am Stock zukommen zu lassen.

(Florian Meigen)