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Drei aktive Tage rund um die Heinzenwies: Projektwoche bei strahlendem Sonnenschein
„Grenzen überwinden: damals – heute – morgen“ – Dieses Motto hatte sich die Schulgemeinschaft des Gymnasiums an der Heinzenwies für ihre Projektwoche 2026 ausgesucht. Und Glück mit dem Wetter hatte die Schule auch: An allen drei Septembertagen herrschte strahlender Sonnenschein, was vor allem die Projektgruppen freute, die im Freien unterwegs waren. Rund um die Schule wurde gewerkelt, trainiert und geforscht.
Da wurden in der Schulküche alte und neue Rezepte ausprobiert. Ob Pizza, Kartoffelsuppe oder Waffeln – jeden Tag zur Mittagszeit zogen leckere Düfte durchs Schulgebäude. Ein Projekt wandelte auf den Spuren Hildegards von Bingen und beschäftigte sich mit der von Hildegard entwickelten Geheimschrift. Auch ein Ausflug zu Hildegards ehemaliger Wirkungsstätte am Disibodenberg stand auf dem Programm. „Mathe ohne Grenzen: Knobeln, Entdecken, Selbermachen!“ hieß es im ersten Stock des Schulgebäudes, ein Stockwerk höher ging es um Insektenschutz: „Kleine Häuser für große Helfer – Grenzen überwinden durch Insektenschutz. Persönliche Leistungsgrenzen wurden in den Sportprojekten ausgetestet: Ob Handball, Basketball, Ausdauertraining oder Racketlon – hier war für viele etwas dabei. Dass Tanzen verbindet, zeigte das Projekt „Let’s dance together“ in der Aula der Schule. Im Kunstsaal erstellten die „Banskys von morgen“ Graffiti-Art im Banskystyle.
Im Chemiesaal ging es darum, Grenzen in den Naturwissenschaften zu überwinden, indem naturwissenschaftliche Modelle erlebt und gestaltet wurden. Hier wurden zum Beispiel Wirbelsäulenmodelle gebaut, die demonstrierten, wie der menschliche Bewegungsapparat funktioniert. In dem Projekt „Sehen, verstehen, forschen: dem Kleinen auf der Spur“ durften die jungen Forscherinnen und Forscher mikroskopieren und herausfinden, was sich alles in einem Heuaufguss tummelt.
Und wie haben sich Frauenrollen im Laufe der Zeit verändert? Wie Frauen in der Geschichte Grenzen verschoben, untersuchte das Projekt „Unstoppable – Frauen bewegen die Welt“ und guckte sich die Geschichte der Frauenemanzipation an. Auch wie der Buchdruck die Welt veränderte, erforschten Schülerinnen und Schüler. Eine weitere Gruppe beschäftigte sich mit Jugendromanen im Schatten der NS-Zeit. Die Jugendlichen lasen und analysierten weltberühmte Jugendromane wie „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“, „Der gelbe Vogel“ oder „Damals war es Friedrich“. Ein weiteres literarisches Projekt freute den Nachwuchs Idar-Obersteins: Das Projekt „Den Großen von morgen heute vorlesen“ besuchte Kindergärten und Grundschulen rund um die Schule und las den Kleinen vor.
Echte Grenzen in der Geschichte und Gegenwart, die bis heute existieren, ob sie nun in Mexiko oder Syrien stehen, wurden historisch-politisch beleuchtet. Geografisch reiste ein Projekt nach Afrika und verkaufte an einem Tag Waffeln für die Welthungerhilfe.
Auch auf dem Außengelände ging es rund: Fahrende Getränkekisten wurden konstruiert, im Schulgarten wurden Zäune aufgebaut, Unkraut entfernt und Wege freigelegt.
Eine Schlange streicheln? Davor scheuen die meisten Menschen zurück. Grenzen im Alltag und wie wir mit ihnen umgehen, waren Thema in einem Projekt, das unter anderem Schlangen, Vogelspinnen und Skorpione kennen lernte, also Tiere, die uns im Alltag Angst machen. Der Zoo Landau war zu Gast und die Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrerinnen und Lehrer konnten testen, ob sie sich trauen, diese Tiere anzufassen. Daneben gab es viele Infos über solche Exoten, die ja auch als Haustiere gehalten werden.
Wie jedes Jahr hatten sich die Lehrerinnen und Lehrer der Schule eine riesige Bandbreite an Projekten überlegt, sodass für jede und jeden etwas dabei war. Schule einmal ganz anders!
(Francesca Schmidt)