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Nicht allein auf neuen Wegen: Begrüßungsgottesdienst für neue Fünftklässler am Gymnasium an der Heinzenwies gefeiert
Bis auf den letzten Platz besetzt war der Gottesdienstraum im Gemeindezentrum Flachsspreite in Idar am vergangenen Montagmorgen: Religionslehrer Daniel Kettenhofen begrüßte die neuen Fünftklässlerinnen und -klässler, ihre Eltern und Verwandten zu dem Begrüßungsgottesdient, der – wie Kettenhofen betonte – an der Heinzenwies zu Beginn eines neuen Schuljahres eine lange und schöne Tradition sei. Vorbereitet wurde der Gottesdienst bereits im vergangenen Jahr von Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Religionsgruppen der Heinzenwies und ihren Religionslehrerinnen und -lehrern. Er stand in diesem Jahr unter dem Motto: „Du bist nicht allein!“ Passend zu dem Motto hatten Leonie Quester und Sophie Kreis Zeichnungen für das Liedblatt gestaltet. Wie bereits in den vergangenen beiden Jahren begleitete Lilith Gutendorf aus der MSS 13 den Gottesdienst sehr gekonnt an der Orgel. Marlene Scherer aus der Klasse 7b, die im letzten Jahr den Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen gewonnen hatte, trug Psalm 23 vor, der von dem guten Hirten erzählt und der auch die Basis für die Ansprache von Religionslehrerin Miriam Zimmermann bildete. Der Hirte, erklärte Miriam Zimmermann, stehe natürlich für Gott. Sie interpretierte den vierten Vers: „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück.“ Wenn wir neue Wege beschreiten, so Miriam Zimmermann, gehe es nicht darum, dass Gott immer alle schlechten Erfahrungen von uns fernhalte, aber er gebe uns die Zusage, immer an unserer Seite zu sein. So würden auf dem Weg in der neuen Schule sicher viele schöne Erlebnisse warten, aber auch mal Enttäuschungen oder Ärger. Aber keiner sei auf seinem Weg allein. Diese Aussage demonstrierten anschließend auch Schüler der neunten Klassen, die mit Religionslehrerin Mareike Hahnefeld kleine Rollenspiele geschrieben und einstudiert hatten. Da waren zwei Mädchen, die beide den Bus verpasst hatten und sich darüber kennen lernten, da war eine zurückgezogene Fünftklässlerin, die auf einmal die Bekanntschaft einer älteren Schülerin macht oder die Schüler, die eine Lerngruppe gründen, um den Schwächeren Mathe zu erklären. Auch Miriam Zimmermann wünschte den Neuen viele schöne Momente an der Heinzenwies. Nachdem noch einmal Lilith Gutendorf an der Orgel zu hören war, trugen Kinder aus der Religionsgruppe 6a/b Fürbitten vor, die sie mit ihrer Religionslehrerin Francesca Schmidt selbst geschrieben hatten. Sie baten darum, dass sich die neuen Fünftklässlerinnen und -klässler an der Heinzenwies wohlfühlen werden, sprachen aber in ihren Wünschen auch große Weltprobleme an: Frieden auf der Welt, das Ende der herrschenden Kriege, Frauenrechte in allen Ländern, die Einsicht, dass Gewalt keine Lösung sei. Nach einem gemeinsam gesprochenen altkirchlichen Segen der Religionslehrerinnen und -lehrer, ging es für alle Besucher zurück zur Schule, wo auf die Neuen die Begrüßungsfeier wartete.
(Francesca Schmidt)