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Von Hildegard von Bingen bis zu fahrenden Getränkekisten: Vielseitiger Tag der offenen Tür am Gymnasium an der Heinzenwies
Eine Tanzshow angucken, das Modell einer Wirbelsäule bestaunen oder einen echten Ritter treffen? Das alles konnten Besucherinnen und Besucher am Tag der offenen Tür am Gymnasium an der Heinzenwies am vergangenen Samstag erleben. Wie jedes Jahr im Herbst öffnete die Schule ihre Türen und präsentierte die Ergebnisse der Projektwoche, die vor den Herbstferien stattgefunden hatte und in diesem Jahr unter dem Motto „Grenzen überwinden: damals – heute –morgen“ stand. Da war für jedes Interesse etwas dabei: „Mathe ohne Grenzen: Knobeln, Entdecken, Selbermachen!“ hieß es im ersten Stock, wo mathematische Spiele auch selbst ausprobiert werden konnten. Gleich nebenan im Chemiesaal konnten die Gäste selbst unters Mikroskop blicken und die Welt im Kleinen erleben. Wieder ein Raum weiter wurden die selbst kunstvoll gebauten Modelle von Wirbelsäulen, Knochengerüst und inneren Organen vorgeführt. Wen es zur Kunst zog, für den gab es ganz in den Fußstapfen Banskys im Kunstsaal eine gigantische Graffitti-Ausstellung, die die Kreativität der Heinzenwiesler offenbarte.
Auch geschichtlich Interessierte kamen auf ihre Kosten: Da konnte man in die Ideenwelt Hildegards von Bingen eintauchen und einen echten Ritter aus dem Mittelalter mit seinen Waffen kennen lernen. Auch Johannes Gutenberg und der Erfindung des Buchdrucks konnte man begegnen und erfahren, wie diese Entdeckung die Welt veränderte. Die Geschichte der Frauenbewegung schilderte ebenfalls eine Ausstellung. Einen Raum weiter stellten Schülerinnen und Schüler Jugendromane im Schatten der NS-Zeit vor und erzählten ihre Leseeindrücke. Mit politisch und geschichtlich schwierigen Grenzen hatte sich ein weiteres Projekt beschäftigt. In Vorträgen konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer mehr über den Koreakrieg, die Geschichte Syriens und die Grenzen im Nahen Osten, die Grenze zwischen Mexiko und den USA sowie die frühere innerdeutsche Grenze erfahren.
Ganz im Zeichen des Insektenschutzes hatte eine Gruppe Insektenhäuser gebaut und lud zu einer Mitmachaktion ein: Wer ertastete in einem Schuhkarton versteckte Naturgegenstände richtig? Eine ähnliche Aktion bot auch das Projekt „Grenzen im Alltag & wie wir mit ihnen umgehen“ an: Hier galt es, eigene Ängste überwinden zu lernen. So war im September der Zoo Landau zu Gast und wer sich traute, konnte eine echte Vogelspinne auf der Hand halten. Auch Afrika stand im Mittelpunkt eines Projekts. Wieder eine andere Gruppe hatte in der Projektwoche in der Schulküche eifrig alte und neue Rezepte ausprobiert und selbst ein Kochbuch hergestellt, das man nun erwerben konnte.
Und auch der Sport kam nicht zu kurz: Besucher erfuhren, wie man die eigene Ausdauer effektiv trainieren kann, waren zu einem Slam Dark Contest in die Sporthalle eingeladen oder konnten ein Handballspiel verfolgen. Vor der Sporthalle informierte ein selbst gedrehtes Video über Racketlon. Auf dem Soccer Court der Schule wurde eifrig Fußball gespielt. In der Bibliothek wurden Lesungen angeboten, ein Büchertisch lockte und im Sprachenraum konnte man sich über alle an der Heinzenwies unterrichteten Sprachen, nämlich Englisch, Französisch, Latein und Spanisch, informieren. Es waren Podcasts zu hören und fahrende Getränkekisten zu bestaunen. Im Schulgarten, wo in der Projektwoche neue Zäune gegen ungebetene Wildschweinbesuche gezogen worden waren, durften Frühlingsrollen verkostet werden.
Wer danach eine Pause brauchte, konnte bei einem reichhaltigen Kuchenbüffet, belegten Brötchen und Brezeln im Elterncafé in der Schulaula Platz nehmen und sich an einer Tanzvorführung auf der Bühne erfreuen. Die MSS 12 bot kalte Getränke an.
Eingeladen waren auch interessierte Viertklässlerinnen und –klässler und ihre Eltern, die Orientierungsstufenleiter Jan Schwab zu einer Infoveranstaltung über die Schule in der Sporthalle empfing. Hier begrüßten die Bläserklassekinder der Schule unter Leitung von Musiklehrerin Anne Kröninger die Gäste. Marie Luthmann stellte die Arbeit der SV, Frau Dr. Frey den Schulelternbeirat vor. Auch einen Auftritt einer Cheerleader-Gruppe aus Schülerinnen der Klassen 6 bis 9 gab es zu bestaunen. Anschließend konnten sich Interessierte bei Schulführungen über die Heinzenwies und ihre Angebote informieren. Die wichtigsten Informationen zur Schule waren auf Infotafeln im ersten Stock noch einmal nachzulesen.
(Francesca Schmidt)