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Warum darf ich mit 14 Jahren kein alkoholfreies Bier kaufen? Alkoholpräventionsprojekt „Tom und Lisa“ in den siebten Klassen des Gymnasiums an der Heinzenwies klärte auf
Bereits zum wiederholten Male gestalteten die Schulsozialarbeiterinnen Marina Engelmann und Stefanie Kaucher zusammen das Alkoholpräventionsprogramm „Tom und Lisa“ für alle siebten Klassen des Gymnasiums an der Heinzenwies. Das Projekt umfasste für jede Klasse insgesamt vier Schulstunden verteilt auf zwei Tage. Dabei ging es darum, einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu erlernen. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren aber auch, was das Jugendschutzgesetz eigentlich genau festlegt: Sie hörten, dass Jugendliche Bier, Wein und Sekt ab 16 Jahren erwerben dürfen, gebrannten Alkohol aber erst mit 18 Jahren. Neu war vielen aber, dass auch alkoholfreies Bier oder Mischgetränke wie Colabier erst ab 16 Jahren gekauft werden dürfen, da eine Gewöhnung an den Geschmack in früherem Alter vermieden werden soll. Highlight der Veranstaltung waren Brillen, die simulierten, wie man sich betrunken fühlen würde. Die Schülerinnen und Schüler staunten, wie wenig sie nur noch wahrnehmen konnten. Beim Viereckenspiel sollte dann formuliert werden, was man sich wünschen würde, wie die Eltern reagieren würden, wenn man betrunken nachhause käme. Ein Schüler brachte es hier auf den Punkt: Natürlich wünsche er sich, seine Eltern würden nicht schimpfen, sondern sagen: „Das ist allein deine Sache.“ Gleichzeitig, so der Schüler, würde ihn genau diese Reaktion der Eltern aber auch sehr bedenklich stimmen, denn letztlich wünsche er sich ja, dass seine Eltern sich um ihn sorgen würden und sein Alkoholkonsum ihnen gerade nicht egal sei.